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So funktioniert fairer Handel im Ursprung: Das Beispiel Caruchil

An meinem zweiten Tag in Honduras erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch: Ich bin zu Besuch bei einer Kooperative, die sowohl für biologischen Anbau als auch für Fairen Handel zertifiziert ist – also bin ich endlich „an der Basis“, dort, wo der Kaffee angebaut, geerntet und aufbereitet wird, dort, wo die Kriterien des Fairen Handels primär greifen und dadurch eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Kaffeebauern eintreten soll. Zwischen Besichtigung der Aufbereitungsanlage der Kooperative, Präsentation der Geschichte und bisherigen Entwicklung im Büro und gemeinsamen Mittagessen mit den Produzenten, konnte ich endlich mal alle meine Fragen loswerden, die sich mir seit Beginn meiner Beschäftigung mit Fairtrade-Kaffee – vor ca. 6 Jahren- stellen…

Caruchil steht für „Cooperativa Agropecuaria Regional Union Chinacla, Ltda“ und ist eine demokratische Organisation von Kleinproduzenten in der Nähe von Marcala, die in den letzten Jahren ein erstaunliches Wachstum aufgezeigt hat, sowohl in Bezug auf ihre Mitglieder als auch bezüglich der Produktionsmengen an Kaffee. Warum? Dank einer kompletten Umstrukturierung, die eng mit dem der Zertifizierung für Fairtrade Labelling Organizations (FLO) verknüpft ist.

Das Gelände der Kooperative ist überschaubar, eine kleine Aufbereitungsanlage, bei der den Maschinen das Alter und die hohe Auslastung doch ein wenig anzusehen ist, aber dennoch alles funktioniert: Kaffeekirschen werden ausgeschüttet und im Entpulper entkernt, Kaffeebohnen werden fermentiert, gewaschen, getrocknet, gewendet, gepackt, getragen – allerhand Betrieb ist hier, die Ernte ist zwar dieses Jahr in Honduras etwas verspätet, aber nun in vollem Gange.
Links befindet sich das Bürogebäude, auch das überschaubar, ein bisschen wuselig, aber gut ausgestattet: jeder hat seinen Computer, dazwischen steht ein Kopierer, Scanner usw.- und vorne im Eingang prangt als erstes das Zertifikat von Fairtrade, was mir eines der Mitglieder des Kooperativenvorstands stolz zeigt. Überhaupt sind eine Menge Mitglieder der Kooperative anwesend um mir alles zu zeigen und zu erklären und mich herumzuführen – so viel Aufmerksamkeit hatte ich mir gar nicht erhofft…

Zurzeit hat Caruchil 310 Mitglieder, davon sind 74 Frauen. Diese haben ihre eigenen Kaffeefincas und als selbstständige Produzentinnen nicht nur volles Stimmrecht bei allen Entscheidungen, sondern erhalten zudem eine explizite Förderung durch speziell auf sie ausgerichtete soziale Projekte. So emanzipiert hätte ich das Ganze ja gar nicht erwartet – was ist denn da mit den Ehemännern los? Entweder sind die Frauen nicht verheiratet oder aber der Ehemann arbeitet in einem anderen Bereich oder aber – und das ist häufig der Fall – er hat auch eine Finca und ist ebenso Mitglied der Kooperative wie sie.

Lange Zeit hat Caruchil nicht so viele Mitglieder gehabt wie heute und schon gar nicht so aktive: 1985 begann sie als einfache Gruppe einer Handvoll Produzenten ohne rechtlichen Rahmen. 1991 wurde Caruchil mit nur 20 Mitgliedern offiziell als Kooperative gegründet, allerdings waren es selbst 2006 immernoch nur 68 Kleinproduzenten, die sich ihr angeschlossen hatten. Was war in der Zwischenzeit passiert?

Zunächst haben die Kleinbauern selbst die Kooperative verwaltet. Ab 1995 beauftragten sie aber den damals größten Produzent aus ihren Reihen zukünftig als Geschäftsführer oder Verwalter die Geschicke der Kooperative zu leiten. Und von da an ging es ziemlich bergab: Gelder verschwanden, die Produktion und Qualität konnten nicht gesteigert werden, die Produzenten waren nicht mehr als eigenständige Mitglieder und Entscheider aktiv, sondern demotiviert und passiv. Nach 10 Jahren schlechter und korrupter Führung stand die Kooperative kurz vor der Pleite, alle Produzenten und die Kooperative selbst waren hoch verschuldet, die Maschinen mit hohen Hypotheken belastet. Auf der Kippe zur Auflösung stehend entschloss sich die Kooperative endlich, den Verwalter zu entlassen, der dabei dummerweise aber auch alle Dokumentationen und Statistiken sowie natürlich alle Rechnungen mitnahm. Spuren von seiner Misswirtschaft zeigten sich aber insofern, als sich z.B. andere Kooperativen oder Organisationen meldeten und ihr Geld einforderten, was Caruchil sich angeblich geliehen hätte…
Wer den Kontakt gesucht hat: FLO zur Kooperative oder umgekehrt weiß insofern auch keiner, da auch dieser Prozess nicht dokumentiert ist.

Nach Verlassen des Verwalters ging es aber deutlich aufwärts:

Zunächst wurde die ganze Struktur 2006-2009 von Grund auf erneuert: Heute gibt es zunächst die Generalversammlung aller Mitglieder, die alle relevanten Entscheidungen in demokratischer Abstimmung trifft: Jedes Mitglied hat eine Stimme, egal, wie viel Hektar es besitzt. Die Größe der Fincas der einzelnen Mitglieder liegt zwischen 0.3 und 6,5 Hektar. Fairtrade fordert, dass es sich bei den Produzenten um Kleinproduzenten in etwa dieser Größe handelt – von der Zertifizierung für fair gehandeltem Kaffeeanbau sind alle großen Plantagen mit beispielsweise mehreren 100 Arbeitern ausgeschlossen. Allerdings muss eine Fairtrade – Produzentenorganisation nur zu mindestens 50% aus Kleinbauern bestehen, es kann also sein, dass vereinzelte Mitglieder deutlich mehr Land haben. Durch das demokratische Abstimmungsverfahren soll aber verhindert werden, dass daraus ein Machtanspruch erwächst.

Dann gibt es die „Junta directiva“ (9 Mitglieder), also das Führungsgremium, das wiederum von dem Kontrollgremium (3 Mitglieder) überwacht wird, damit keine Gelder mehr veruntreut o.ä. werden und sicher gestellt ist, dass die soziale Prämie von Fairtrade auch gemäß den Entscheidungen der Versammlung verwendet wird. Beide Gremien werden gewählt, die Führung für 2 Jahre, die Kontrolle für nur 1 Jahr.

Darunter gibt es 5 verschiedenen Komites, die die Entscheidungen dann in den verschiedenen Bereichen umsetzen: Produktion, Buchhaltung, Vermarktung, Umweltschutz, Bildung. Im Komitee für Vermarktung sitzen auch Rosario und Eladio, mit denen ich gestern beim Abendessen bereits viel diskutiert habe. „Wir wollten immer gerne mal Kontakt mit einem Röster aufnehmen, wir wissen ja gar nicht, wo unser Kaffee dann genau geröstet und getrunken wird“. Na, das ist doch mal schön zu hören! Dann ist meine Neugierde ja zumindest nicht einseitig und ich bin hier goldrichtig…

Wäre ich eine Kaffeeproduzentin, was müsste ich denn tun um Mitglied der Kooperative zu werden? Zunächst wird ein Antrag gestellt, der Auskunft zu Erntemengen, Zustand und Größe seiner Finca gibt. Dann wird das Ganze geprüft und es folgt eine Inspizierung seitens der Kooperative vor Ort. Fällt etwas negativ auf (z.B. Müll auf den Anbauflächen), bekommt der jeweilige Produzent eine Zeit vorgegeben, in der er es ändern kann bzw. muss. Tut er das nicht, wird er nicht in die Kooperative aufgenommen. Der gesamte Prozess dauert ca. 3 Monate, der Jahresbeitrag an die Kooperative beträgt 120 Lempiras pro Jahr (ca. 5 Euro)
Jede Aufnahme eines neuen Mitglieds wird streng kontrolliert, da bei der jährlichen Revision für das Fairtrade Zertifikat für die gesamte Kooperative einige wenige, per Zufall ausgewählte Mitglieder besucht werden. Werden dort die Kriterien nicht eingehalten, kann die gesamte Organisation das Zertifikat verlieren und das wäre fatal…

…nicht nur, weil durch die FLO- Zertifizierung in Zeiten niedriger Börsenpreise ein Mindestpreis garantiert wird, nicht nur, weil pro Pfund verkauften Kaffee 10 Cent soziale Prämie und 20 Cent Bio-Aufschlag gezahlt werden, sondern auch, weil der Zertifizierungsprozess für eine Kooperative v.a. mit relativ geringer Produktionsmenge sehr teuer ist. Dies ist übrigens einer der Hauptkritikpunkte der Kooperativenmitglieder, auch andernorts, außerhalb von Caruchil am Fairtrade- System.

Wie bekommt also eine Kooperative ein Fairtrade – Zertifikat?
Der Zertifizierungsprozess wird eingeleitet durch die Anforderung eines umfassenden Fragenbogens bzgl. der Organisation – hierfür werden bereits 500 (!) Euro gefordert, für die folgende Analyse und Auswertung desselben 1300 Euro. Eine Revision vor Ort seitens eines FLO- Inspekteurs kostet je nach Mitgliederzahl (und nicht nach Produktionsmenge und damit Umsatz, wie es vermutlich besser wäre) ab 1300 Euro aufwärts, im Falle Caruchil 1775 Euro. Für die 3tägige Kontrolle, die zur Erneuerung des Zertifikats einmal jährlich durchgeführt wird, muss extra ein FLO-Inspekteur aus Costa Rica anreisen, da es in Honduras, Guatemala oder El Slavador anscheinend keinen nationalen Vertreter gibt. Bei der hohen Anzahl FLO-Kooperativen erscheint mir das nicht ganz sinnvoll, könnte man doch vermutlich die Revisionskosten senken, wenn keine oder kürzere Anreisekosten für die prüfende Person veranschlagt würden.
„Was nichts kostet ist auch nichts wert“, sagt man ja oft .Vor diesem Hintergrund ist es generell sicher nachvollziehbar und sinnvoll, Zertifizierungskosten von den Kooperativen einzufordern. Angesichts dieser Kosten ist zumindest sicher gestellt, dass die 3 Tage Revision seitens der Produzenten ernst genommen und gut vorbereitet werden – denn ein weiterer Besuch, der bei gravierenden Verstößen gegen die FLO-Kriterien nötig sein könnte, kostet ja wieder…
Auf der anderen Seite sind diese Einstiegskosten gerade für Kooperativen mit kleinem Produktionsumfang schon extrem hoch, was durch die Veranschlagung in Euro statt in Landeswährung auch noch verstärkt wird. Eine individuellere Kalkulation dieser Kosten je nach Jahresumsatz wird hier von den meisten Produzenten gewünscht.

Caruchil hat 2006 das erste Mal eine Auditierung erlebt – nach eigenen Aussagen hat der FLO-Inspekteur bei der ersten Durchsicht der Bücher, der Besichtigung der Aufbereitungsanlagen und der Kontrolle verschiedener Fincas in Bezug auf Kinderarbeit, umweltfreundlichen Anbau, Qualität usw. zunächst die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Nach erneuter Revision wurde dann aber doch das Zertifikat ausgestellt. Nach 3 Jahren fällt das Urteil des Inspekteurs wohl besser aus, generell werden die Kontrollen (die nur 2 Wochen vorher angekündigt werden) aber trotzdem als sehr streng, aber fair empfunden.

In Gesprächen mit den Produzenten und bei Besuchen auf ihren Fincas kommt immer wieder das Thema Kinderarbeit auf, dessen vollkommenes Verbot Fairtrade ja impliziert und einfordert – und das sicherlich zu Recht um eine Ausbeutung von Kindern zu verhindern. Nichtsdestotrotz, auch das wird seitens der Produzenten kritisch gesehen. 1. Wie schon in Mexiko beobachtet, sind auch hier während der Erntezeit Ferien. Dass zu dieser Zeit Kinder auf der Finca mithelfen, wo gerade jede Hand gebraucht wird, ist denke ich grundsätzlich nachzuvollziehen. 2. Viele der Mitglieder von Caruchil sind bereits Kinder oder Enkel anderer Kaffeeproduzenten und werden später einmal die Fincas erben oder haben bereits ihr eigenes Territorium übernommen. Laut Aussage der Kaffeeproduzenten ist es doch wichtig, dass die Kinder von klein auf den Kaffeeanbau lernen, damit sie darin erfolgreich sind. Dass sie nicht mitarbeiten sollen, wird häufig auch als „Cut“ in den familiären Beziehungen gesehenen und als Bedrohung: Lernen sie nicht hier ihren Beruf, werden sie in die Stadt gehen. Sind sie dort nicht erfolgreich werden sie kriminell um sich ihr Leben anders zu verdienen. Ob aber ein geringeres Mitarbeiten immer dazu führen muss, halte ich für fraglich. Ich treffe hier ja auch immer wieder auf junge Produzenten, die studiert haben und einen anderen Beruf ausüben und trotzdem noch erfolgreich im Kaffeeanbau tätig sind – aber sicher in einer anderen Position.
3. Es gibt durchaus auch Kinder, die Kaffee ernten wollen, aus Ehrgeiz (alle anderen Kinder gehen ja auch, wer pflückt am meisten usw.) und um sich so etwas dazu zu verdienen. Vor dem Hintergrund wäre es (laut Aussage eines Kooperativenmitglieds) also sogar sinnvoll, Kinder separat von ihren Eltern als Kaffeepflücker zu registrieren, damit gesichert ist, dass ihnen auch ihr verdientes Geld persönlich zugeht. Andererseits würde das wohl in jeder Revision für fairen Handel durchfallen – und ob das Geld wirklich als Taschengeld den kleinen Erntehelfern zugeht ist ja wiederum abhängig von der der wirtschaftlichen Situation der Familie und der Erziehung der Eltern. Feststeht, dass viele Kinder scheinbar nicht unwillig miternten und unheimlich stolz auf ihre gefüllten Körbe sind…

Dass viele von ihnen nicht regelmäßig zur Schule gehen, hat übrigens wiederum meist weniger damit zu tun, dass sie zum Arbeiten eingespannt werden, sondern a) dass die Infrastruktur so schlecht und die Wege von der Finca zur Schule zu lang sind um sie jeden Tag zu machen, es also zu wenig Schulen bzw. Straßen gibt b) das Unterrichtsniveau zu niedrig ist, auch für die Schüler, die jeden Tag kommen können. Beides greift fairer Handel ja aber auf, indem die soziale Prämie gerade in solche Projekte investiert wird.
Insgesamt ist und bleibt das Thema Kinderarbeit schwierig: In jedem Fall ist gewährleistet, dass Kinder nicht schwer tragen um Rückenschäden o.ä. zu vermeiden. Ausbeuterische Kinderarbeit wird durch FLO unterbunden und streng kontrolliert. Darüber hinaus arbeiten Kinder aber generell schon mit – das zu verhindern wäre aus meiner Sicht auch gar nicht möglich und bedarf angesichts der vorhergehenden Argumente einer individuellen Betrachtung.

Kernstück der Wirkung von Fairem Handel hier ist mit Sicherheit die soziale Prämie, deren demokratisch bestimmte Verwendung allen möglichen Bereichen zugeht. Rund 2 Millionen Lempiras (74.074 Euro) standen der Kooperative 2009 zur Verfügung. 50% davon wurden zur Abzahlung der Schulden der Kooperative verwendet, die aus der Zeit des ehemaligen Geschäftsführers stammten. Daneben wurde in die Renovierung der örtlichen Kirche und in die Verbesserung des Gesundheitszentrums investiert sowie in ein Bildungsprojekt: Die Kooperative verfügt über eine eigene Lehrkraft, die alle Kinder einmal wöchentlich unterrichtet, die aus oben genannten Gründen nicht die Möglichkeit haben, die örtliche Schule zu besuchen. Momentan findet der Unterreicht meistens unter freiem Himmel statt, ein richtiges Schulungszentrum ist das große Projekt für das kommende Jahr. Ein weiteres Projekt: Da Caruchil nach eigenen Aussagen mit einer Analphabetenrate von ca. 40% zu kämpfen hat, sind Jugendliche mit abgeschlossener Schulbildung verpflichtet, als sozialen Beitrag mind. 10 weiteren Erwachsenen lesen und schreiben beizubringen. Daneben bietet die Lehrkraft auch Extrakurse für die erwachsenen Mitglieder der Kooperative an.

Insgesamt kann man schon sehen, wohin die Fairtrade-Organic-Reise Caruchil bisher gebracht hat: Seit 2006 haben sie durch intensive Schulungen seitens FLO oder von FLO beauftragte NGOs die Umsatzzahlen um das Sechseinhalbfache (!!) steigern können. Auch die Mitgliederzahlen steigen stetig an. Ein internes Sonderprojekt zielt darauf ab, die von FLO vorgeschriebene Stärkung der Frauenrechte innerhalb der Kooperative umzusetzen: Sie bekommen Sonderschulungen in der Produktion von Bio-Dünger, der an die Kooperative verkauft wird und ihnen nicht nur eine Zusatzkompetenz, sondern auch ein Zusatzeinkommen sichert.

Trotz der Kritik an bestimmten Aspekten (z.B. Zertifizierungskosten) bleibt in jedem Fall die einhellige Meinung bei den Produzenten, dass die Zertifizierung sowohl für fairen als auch biologischen Kaffee extrem viel positive Effekte auf alle Bereiche der Kooperative hatte. Besonders hoch bewertet werden die Schulungsseminare und die Prämie, aber auch der Zusammenhalt und die neue Struktur und Dynamik der Kooperative.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das neue Schulungszentrum aussehen wird…bei meinem nächsten Besuch :-)

9 Comments

  1. bio42
    Posted 21. Januar 2010 at 09:30 | #

    Hallo,
    eine solch differenzierte Betrachtung des schwierigen Themas Kinderarbeit lese ich hier zum ersten Mal. Sehr spannend, gerne mehr davon!

  2. Tobi
    Posted 21. Januar 2010 at 16:49 | #

    Hallo Anki
    toller Artikel….all meine Fragen sind beantwortet. Auch die, die ich noch nicht hatte!! ;-)
    Lieben Gruß

  3. M. / Evi
    Posted 21. Januar 2010 at 18:30 | #

    Hallo , Annika !
    Mir scheint , dies war wohl der für dich zwar interessanteste , aber auch anstrengendste Teil deiner Reise . Dieser Bericht hat mich ganz besonders gefesselt! Fairen Handel so direkt zu erleben wie du wäre für so manchen Zweifler hier in unserer gesättigten Gesellschaft überzeugend !!!Besonders begeistert bin ich über Förderung der Frauen dort und ihren Mut zur Selbständigkeit, denn sie haben es besonders schwer in einer von Männern dominierten Kultur wie in Lateinamerika ! Das dich noch viele Fragen ” umtreiben ” wie die zur Kinderarbeit, kann ich gut verstehen. Doch wie du ja schon erklärst, muss man bei allen sicher wichtigen Richtlinien die Kultur der Menschen vor Ort bedenken!
    Ich freue mich auf mehr…..
    Liebe Grüße aus dem Winter M. / Evi

  4. Karin
    Posted 21. Januar 2010 at 20:14 | #

    Liebe Annika,

    wir kommen gerade aus unserer Vertriebssitzung und du warst Gesprächsthema “Nr. 1″ . Wir haben dich echt vermisst also pass auf dich auf. Wir wollen das DU gesund wieder kommst. :-)

    Liebe Grüße: Manuela, Christian, Dirk, Torsten, Frank, u. Kaaarin

    PS: Frank Leder “liegt” Seekrank auf der Fähre von Norderney

    21.01.2010

  5. Ingrid
    Posted 21. Januar 2010 at 21:48 | #

    Hallo Annika!

    Toller interessanter Artikel…habe ich wirklich mit Spannung und Spaß gelesen. Deine differenzierte Betrachtung der Kinderarbeit und auch der Schwierigkeiten bei der Zertifizierung zeigen mir, wie wichtig es ist sich mit den tatsächlichen Lebens- und Alltagsumständen der Menschen vor Ort zu befassen- das machst Du hervorragend. Wir neigen ja leicht dazu als wohlmeinende Besserwisser unsere Vorgehensweise und Ansichten anderen überzustülpen – mit katastrophalen Folgen. Respekt für andere Kulturen und deren Lebensweisen gehört dahin – Respekt für deinen Bericht an Dich!
    Herzliche Grüße
    Ingrid

  6. Posted 23. Januar 2010 at 22:55 | #

    Hallo Ingrid,

    ich bin selbst sehr froh, dass alles hier erleben zu dürfen – das ist schon ein ganz anderes Paar Schuhe als die Theorie, wenn ich auch sagen muss, dass der positive Effekt von Fairtrade hier insgesamt völlig außer Frage steht und ja auch insgesamt alle Kriterien eingehalten werden. ich bin auch gerade nach dieser Reise überzeugt, dass wir mit dem richtigen Siegel arbeiten und nicht mit Rain Forest alliance o.ä. Dass jedes System auch seine Schwächen hat und zeitweise einer kritischen Betrachtung unterzogen werden sollte, ist denke ich aber auch richtig und wichtig…
    Schön zu wissen, dass meine Berichte auf so viel Interesse stoßen!!

    Alles Liebe und noch ein schönes Wochenende!

  7. Posted 23. Januar 2010 at 22:58 | #

    Hallo liebe Kollegen,

    ich habe nicht nur verschiedene Päckchen Kaffee im Gepäck die wir mal gemeinsam verkosten sollten, sondern auch eine riesige Menge Bilder und viel Gesprächsstoff…hoffe, wir können nach einem Vertreibsmeeting mal einen Lateinamerikaabend machen…

    Liebe Grüße nach Altenberge und bis bald, freu mich auf euch
    - und schön weiterlesen :-)
    Eure Annika

  8. Nina
    Posted 25. Januar 2010 at 20:31 | #

    Hallo liebe Kollegen,

    bitte mich nicht vergessen, wenn ihr den Latainamerikaabend veranstaltet!!!!!!!!!!!

    Nina

  9. Posted 26. Januar 2010 at 01:05 | #

    Wie könnten wir…dein Know-how bezüglich Kaffeeinkauf und Börsenhandel hätte ich dieser Tage gut brauchen können!!:-)
    Werd dich nochmal befragen, wenn ich wieder da bin. Muss ja auch meine eifrige Mitleserin Klein-Anni de la Bohni kennenlernen!
    LG!

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