Zur Preisentwicklung von wichtigen Handelsgütern wie Kaffee tragen unterschiedliche Faktoren bei. Preistreibend wirken naturgemäß Faktoren, die die verfügbare Menge begehrte Rohkaffeebohnen beeinflussen wie klimabedingte Ernterückgänge oder eine gesteigerte Nachfrage und außerdem der Kurs des Euro. Im ersten Quartal 2010 war der Durchschnittspreis für Rohkaffee weiterhin auf hohem Niveau, gegenüber dem Vorjahr stieg der Preis an den internationalen Rohstoffbörsen im März 2010 um 18% auf 125,3 US Cent/Pfund (Quelle: www.boerse-express.com).
Entlastend könnten sich mittelfristig neue Anbaugebiete in Fernost auswirken, die die Ernteausfälle anderer Anbaugebiete ausgleichen. Indonesien produziert bereits ca. 11 Mio. Sack Rohkaffee und steht vor Kolumbien an dritter Stelle der Anbauregionen.
Für die Privatrösterei Vollmer, die auf Vorratslagerung verzichtet, bedeutet dies besondere Herausforderungen, um Kunden weiterhin frische Röstungen zu marktfähigen Preisen anbieten zu können. Die intensivierte direkte Kommunikation mit Direktiven in den Anbauländern und der Ansatz nachhaltigen Wirtschaftens mit fair gehandeltem Kaffee zahlt sich aus. Kaffeeplantagen, die nachhaltig bewirtschaftet werden, setzen sich weniger stark der Witterung aus und können aus der Erfahrung heraus zuverlässig liefern. Somit profitieren nicht nur die Umwelt, die Familien der Kaffeebauern und die Rösterei von der Zusammenarbeit!